Die Einführung des gesetzlichen Sachkundenachweises steht auf der Kippe

07.04.2017

Vergangene Woche hat der IVD in einer öffentlichen Anhörung im Bundestag erneut die Einführung einer Berufszulassungsregelung für Immobilienmakler und Verwalter verteidigt.

 

IVD-Bundesgeschäftsführerin Sun Jensch war von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in die Anhörung berufen worden und hat in seltener Einigkeit mit dem Deutschen Mieterbund erneut Argumente, Verbraucherbeispiele und Gerichtsentscheidungen zu verschiedenen Beraterpflichten vorgetragen. Während SPD und Grüne die Einführung von Zulassungsvoraussetzungen begrüßen, zeigten die anwesenden Unionspolitiker weitestgehend Zweifel für die Forderung der Branche nach einer Berufsregulierung.

 

Der Fokus der Anhörung konzentrierte sich damit hauptsächlich auf die Frage, ob überhaupt eine Berufszulassungsregelung kommen soll. Dabei kam vermehrt die Frage auf, warum auch der Immobilienmakler einen Qualifikationsnachweis verpflichtend erbringen sollte. Trotz schlagkräftiger Argumente seitens der Branche, konnten sich die Unions-Bundestagsabgeordneten bisher nicht überzeugen lassen.

 

 

Genau dieses Spiegelbild zeichnete sich gestern auch im Gespräch mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Joachim Pfeiffer ab. Rund 30 Mitglieder aus dem Regionalverband Süd hatten in Stuttgart aus ihrer Berufspraxis berichtet und sich für eine Berufszulassung ausgesprochen. Unterstützung kam auch vom wohnungspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg, Tobias Wald.

 

Obwohl die Bundesregierung wie auch der Bundesrat den Gesetzentwurf für Makler und Verwalter bereits beschlossen hatten, wurde das Gesetz bis heute nicht verabschiedet. Die Zeit wird langsam knapp, wir werden weiter energisch dafür streiten. Der IVD wird dazu nächste Woche eine gesonderte Information mit Handlungsempfehlungen an die Mitglieder verschicken.


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