Wohnungsdefizit größer als bisher vermutet

08.02.2017

Das Wohnungsdefizit ist gravierender als bisher vermutet. Die Top-7-Städte brauchen 88.000 neue Wohnungen pro Jahr bis 2020. Die Bundesrepublik baut zudem am größten Bedarf vorbei: höchsten Baurückstand gibt es bei den Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen in Großstädten. Das sind Ergebnisse einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln).

In deutschen Großstädten fehlen mehr Wohnungen als bislang angenommen. Mehr als 88.000 neue Wohnungen jährlich müssten bis 2020 alleine in den sieben Metropolen beziehungsweise A-Städten entstehen, weitere 85.600 Wohnungen in den übrigen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Das zeigt eine neue Studie des IW Köln, die von der Deutsche Invest Immobilien (DII) in Auftrag gegeben wurde. Kontinuierlicher Zuzug aus dem Ausland und aus ländlichen Regionen Deutschlands hat die Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten seit dem Jahr 2010 deutlich gesteigert. Die Studie schafft Klarheit über Art und Umfang des resultierenden Neubaubedarfs. „Die Ergebnisse machen deutlich, dass der Neubau nicht nur zunehmend hinter den Bedarf zurückfällt, sondern dass wir auch am größten Bedarf vorbeibauen. Mieten und Wohnungspreise gerade für Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen in Großstädten werden daher auf absehbare Zeit weiter steigen“, sagt Frank Wojtalewicz, Geschäftsführer der DII.

 


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